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Wie sind die heutigen Familiennamen entstanden?
Ein großer Teil der heutigen Familiennamen (auch Nachname genannt), entstand entweder aus dem Beruf dem der Namensträger nachging oder aber der Name leitete sich vom Wohnort ab. Unabhängig von diesen beiden Entstehungsgründen entstand der Name im Normalfall nicht dadurch, dass man ihn sich selbst aussuchte sondern durch den kontinuierlichen Gebrauch seitens der Mitbürger.
Beispiele für Namen die aus Berufen entstanden sind zum Beispiel: Müller, (von Mühle), Schmidt (von Schmied) und Meier (von Maier)
Beispiele für Namen die aus dem Wohnort entstanden sind zum Beispiel: Berg oder Strand, meist aber bestehen 'Ortsnamen' aus mehreren Teilen.
Der Name Kreienkamp zum Beispiel besteht aus den zwei Teilen 'Kreien' und 'kamp', wobei letzterer ihn als einen 'Ortsnamen' ausweist.
Kreien (auch Kreyen, Kraien oder Krayen) leitet sich von der Vogelart der Krähen ab.
und
kamp (auch kampf oder kampff) bezieht sich auf ein altes Feld (Kampffeld).
Aus den Bedeutungen der beiden Namensbestandteile ergibt sich, dass der Name Kreienkamp Verwendung für jemanden gefunden hat der in der direkten Nähe zu einem alten Schlachtfeld lebte. Im Gegensatz zu anderen Namen kann man dadurch allerdings nicht auf den Beruf schliessen. Es sind eigentlich fast alle Berufe möglich, vom Veteranen der sich an dem Ort niederliess an dem er seine bedeutendste Schlacht schlug bis hin zum Bauern der einfach nur per Zufall seinen Hof an einem für die Region bedeutenden Schlachfeld liegen hatte.
Bleibt nur noch die Frage nach dem Zusammenhang von Krähe und Feld. Dieser ist relativ einfach zu ergründen. Krähen sind unter anderem Aasfresser und als solche waren Schlachtfelder, mit Ihren vielen (in der Frühzeit) unbestatteten Toten, ein gefundenes Fressen. Das klingt zweifelsohne pietätlos, aber in der damaligen Zeit ließ man die Toten der Verlierer (und mit Sicherheit auch einige der eigenen Toten) unbestattet auf dem Schlachtfeld zurück. Sie wurden, nachdem sich Plünderer Ihres Eigentums bemächtigt hatten, den Schweinen und anderen Aasfressern überlassen. Wem es noch unbekannt war, der weiß es jetzt: Schweine sind nicht nur Allesfresser sondern auch Aasfresser!
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